Akumajō Special: Boku Dracula-kun (I’m Kid Dracula) – Repro Tutorial

Hallo zusammen!

Ich habe gerade eine Repro von Akumajō Special: Boku Dracula-kun fertig gestellt und dokumentiert. Um mir das Leben zu vereinfachen werde ich das Spiel in diesem Beitrag einfach nur “Kid Dracula” nennen 😉

Opfermodul

Als Opfermodul eignet sich am besten Tiny Toon Adventures タイニートゥーンアドベンチャーズ :

Das Spiel hat denselben Mapper wie Kid Dracula und braucht nur wenig Neuverkabelung.

Alternativ gehen auch Teenage Mutant Ninja Turtles チイーネーソ ミュータント ニンジャ タートルス oder Teenage Mutant Ninja Turtles 2: The Manhattan Project チイーネーソ ミュータント ニンジャ タートルス ザマンハッタンプロジェクト, allerdings muss bei den Spielen eine Neuverkabelung am Mapper vorgenommen werden. Keine Sorge, den Schritt erkläre ich 😉

Alle Spiele basieren auf dem Konami-Mapper “VRC IV”.

Darüber hinaus würden auch Parodius Da! パロディウスだ!oder Crisis Force クライシスフォース als Opfer funktionieren, allerdings sind die beiden Spiele recht teuer.

Analyse der Traces

Die Platine beheimatet neben eines Keramikkondensators und den Maskroms den Mapper, dessen Verschaltung ich anschauen möchte. Der Platz links oben ist unbestückt.

An dieser Stelle mache ich mir die Arbeit ein wenig einfacher und lege die nackte Platine unter den Scanner – am Rechner finde ich das Verfolgen der Leitungen bequemer 🙂

Im Anschluss habe ich das Pinout von den EPROMs über die Maskrom-Footprints und das Pinout des Konami VRC IV über dessen Footprint gelegt. Mit den Infos kann man dann einfach ermitteln welcher Pin von den EPROMs wie verkabelt werden muss. Das schaut dann folgendermaßen aus:

Grüne Pins bedeuten keine Neuverkabelung, rote Pins bedeuten dass sie neu verkabelt werden müssen.

Kleine Erklärung zur Verkabelung der EPROMs:

VPP – Programmierspannung, die nur anlegen muss wenn der EPROM beschrieben wird. Keine Verkablung nötig.
A16 – Die Maskroms besitzen keinen /OE-Pin und haben an der Stelle die Adressleitung A16, muss also neu verkabelt werden.
/OE – Output Enable, active low. Muss auf Masse gelegt werden damit der EPROM seine Daten ausgibt.
Pin 31 – /PGM wird zur Programmierung des EPROMs benutzt. Einfach auf Spannung ziehen, dann lässt der EPROM keine Neuprogrammierung zu.
Pin 32 – Versorgungsspannung für den EPROM, selbstsprechend wieso der auf Spannung gelegt wird 🙂

Beim CHR-ROM verhält sich es genau so.
Daraus ergibt sich dann:

PRG
pin1 -> lift and leave floating
pin 2 -> hole 24
pin 24 -> GND
pin 31 -> 5V
pin 32 -> 5V

CHR
pin1 -> lift and leave floating
pin 2 -> hole 24
pin 24 -> GND
pin 31 -> 5V
pin 32 -> 5V

Bei den Turtles-Spielen sind jedoch noch Änderungen am VRC IV nötig. Ein Blick auf dessen Pinout verrät, wieso:

Bei den Turtles-Spielen sind die Pins 3 und 4 verkehrt herum! Da hilft nur auslöten und Leitungen kreuzen. Also beide Pins auslöten, dann Pin 3 nach Hole 4 und Pin 4 nach Hole 3.

Quelle zu den Pinouts

 

EPROMs einsetzen und Verkabeln

Mit den gesammelten Infos kann man jetzt die neuen EPROMs einsetzen und verkabeln, so habe ich es gemacht:

Mir sind gespannte Leitungen am liebsten, dann flattert nichts herum 🙂

Achja, die EPROMs sind physikalisch größer als die Maskroms, deswegen muss der Plastikpfosten der Shell ein bisschen bearbeitet werden:

Test

Schnell mit dem Famiclone getestet – klappt 🙂

Label

Das ursprüngliche Label habe ich vorsichtig gelöst, auf ein Stück Pappe geklebt und zusammen mit Linealen eingescannt. So habe ich ungefähr die korrekten Abmessungen des Labels bekommen:

Das Label dürfte circa 9,2cm * 6,77cm groß sein. Dann habe ich aus verschiedenen Quellen ein neues Label zusammengeklickt:

Und hier könnt ihr euch das Label im PSD-Format in voller Größe herunterladen: Klick!

 

… viel Spaß beim Nachbauen!

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